Natürliches Henna: Vollständiger Leitfaden für marokkanische temporäre Tattoos
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Natürlicher Henna: Der umfassende Ratgeber für temporäre Henna-Tattoos
Trésors du Souk · Ratgeber · 9 Min. Lesezeit
Bevor Henna zum Festivaltrend oder zur vergänglichen Hochzeitsdekoration wurde, war es ein jahrtausendealtes Ritual aus Marokko. Allerdings muss man wissen, wie man es auswählt, aufträgt und vor allem erkennt, wann es verfälscht wurde. Hier erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen, bevor Sie beginnen.
Was genau ist Henna?
Henna ist ein Pulver, das durch Trocknen und Mahlen der Blätter von Lawsonia inermis gewonnen wird, einem Strauch, der in warmen und trockenen Regionen wie dem Süden Marokkos wächst. Mit einer Flüssigkeit (Wasser, Tee oder Zitronensaft) vermischt, wird aus diesem Pulver eine Paste, die auf die Haut oder das Haar aufgetragen wird. Beim Trocknen setzt sie ein natürliches Pigment, Lawsone, frei, das die oberste Hautschicht in Farbtönen von Orange bis Rotbraun färbt.
Es handelt sich also nicht im eigentlichen Sinne um ein Tattoo: Nichts wird unter die Haut injiziert. Es ist eine vollständig vorübergehende Oberflächenfärbung, die mit der natürlichen Erneuerung der Hautzellen verblasst.
Natürlicher Henna oder schwarzer Henna: Der Unterschied, der Ihre Haut schützt
Echter Henna kann nicht schwarz sein. Wenn Ihnen „schwarzer Henna“ angeboten wird, der innerhalb weniger Minuten färbt und eine kohlschwarze Farbe ergibt, enthält er mit ziemlicher Sicherheit PPD (Paraphenylendiamin), einen chemischen Farbstoff, der mit schweren allergischen Reaktionen in Verbindung gebracht wird: Verbrennungen, Blasen und bleibende Narben.
100 % natürlicher Henna, wie er bei Trésors du Souk verwendet wird, braucht mehrere Stunden zum Trocknen und wird in den 24 bis 48 Stunden nach dem Auftragen weiter dunkler – von Orange zu Rotbraun. Diese Zeitspanne wird oft fälschlicherweise als Mangel angesehen, ist aber gerade der Beweis für seine Echtheit.
So erkennen Sie sicheres Henna
- Die Paste ist vor dem Auftragen braungrün, niemals schwarz
- Das sofortige Ergebnis ist orange, es wird nach und nach dunkler
- Es geht kein chemischer oder starker Lösungsmittelgeruch davon aus
- Die Zutatenliste enthält weder PPD noch synthetische Farbstoffe
So tragen Sie Ihr Henna-Tattoo Schritt für Schritt auf
Von der frischen Paste bis zum fertigen Motiv: Jeder Schritt zählt für ein langanhaltendes Ergebnis.
- Bereiten Sie die Paste vor. Mischen Sie das Hennapulver mit lauwarmem Wasser oder aufgebrühtem Tee, bis eine glatte, dickflüssige, joghurtähnliche Konsistenz entsteht. Lassen Sie die abgedeckte Paste 12 bis 24 Stunden bei Raumtemperatur ruhen, damit sich das Pigment freisetzt.
- Testen Sie eine kleine Hautstelle. Auch natürlicher Henna kann bei manchen Hauttypen eine Empfindlichkeit auslösen. Warten Sie 24 Stunden, bevor Sie eine größere Fläche behandeln.
- Zeichnen Sie das Motiv. Zeichnen Sie das Muster mithilfe eines Applikator-Kegels oder einer Spritze ohne Nadel auf sauberer, trockener Haut auf, ohne vorher Creme oder Öl aufzutragen.
- Lassen Sie die Paste trocknen und einwirken. Lassen Sie sie 2 bis 6 Stunden einwirken. Je länger die Kontaktzeit, desto intensiver und haltbarer wird die endgültige Farbe.
- Entfernen Sie die Paste, ohne sie mit Wasser abzuspülen. Kratzen Sie die getrocknete Paste vorsichtig mit den Fingern oder einem abgerundeten Gegenstand ab. Vermeiden Sie unmittelbar danach Wasser: Es schwächt die Farbentwicklung ab.
- Versiegeln Sie die Farbe. Tragen Sie etwas gesüßten Zitronensaft auf das Motiv auf und vermeiden Sie anschließend 12 Stunden lang Wasser, damit das Pigment weiter nachdunkeln kann.
Wie lange hält ein Henna-Tattoo?
Gut aufgetragenes natürliches Henna hält in der Regel 1 bis 3 Wochen, abhängig von Körperstelle, Hautdicke und Pflege. Handflächen und Füße, deren Haut dicker ist, behalten die Farbe länger als der übrige Körper.
Für eine längere Haltbarkeit
- Befeuchten Sie die Stelle mit einem natürlichen Öl statt mit einer Creme (Öl schließt das Pigment besser ein).
- Vermeiden Sie längere Bäder und Peelings an der tätowierten Stelle.
- Beschränken Sie den direkten Kontakt mit Chlor aus Schwimmbädern.
Henna für die Haare: der andere große Anwendungsbereich
Dasselbe natürliche Pigment, das die Haut färbt, wird seit Jahrhunderten zum Färben und Kräftigen der Haare verwendet.
Henna ist nicht nur für Tätowierungen geeignet, sondern auch eine traditionelle Haarfärbung. Als Maske aufgetragen, umhüllt es die Haarfaser, verleiht ihr je nach gewählter Nuance kupferfarbene oder mahagonifarbene Reflexe und stärkt sie, ohne sie im Gegensatz zu herkömmlichen chemischen Färbungen zu strapazieren. Außerdem ist es eine hervorragende Pflege gegen Schuppen und reguliert die Talgproduktion der Kopfhaut.
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Tut das Auftragen von Henna weh?
Nein, das Auftragen ist völlig schmerzfrei. Lediglich das längere bewegungslose Verharren während des Trocknens kann je nach Körperstelle unangenehm sein.
Kann man Henna während der Schwangerschaft verwenden?
Natürliches Henna wird im Maghreb traditionell während der Schwangerschaft verwendet, auch bei entsprechenden Zeremonien. Vermeiden Sie jedoch Produkte, die nicht garantiert 100 % natürlich sind, und fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Arzt um Rat.
Wie kann man Henna bei Bedarf früher entfernen?
Ein sanftes Peeling mit Seife und Öl kann die Farbe allmählich abschwächen. Es gibt jedoch keine sofortige Möglichkeit, die Haut zu entfernen, ohne sie zu reizen: Die Färbung muss natürlich verblassen.
Ist Henna für empfindliche Haut geeignet?
100 % natürliches Henna wird im Allgemeinen gut vertragen, dennoch wird bei empfindlicher Haut ein vorheriger 24-stündiger Hauttest empfohlen.
Was ist der Unterschied zwischen Henna und Mehndi?
Mehndi ist die Bezeichnung für die dekorative Henna-Kunst in der indischen und pakistanischen Tradition. Das Produkt ist dasselbe; der Begriff bezeichnet vor allem den Stil der Motive und den kulturellen Kontext.
Bereit, ein wirklich natürliches Henna auszuprobieren?
Im marokkanischen Sahara-Gebiet geerntetes Pulver, ohne Zusatzstoffe oder synthetische Farbstoffe.
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